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Franzosen zu Gast

Emotionales Treffen nach der Suche nach einem Großvater aus Frankreich. Spuren führten nach Brachstedt.

Juni 2026
1.500 Kilometer ist eine Familie aus Frankreich nach Brachstedt gereist, um zu sehen, wo ihr Großvater als Kriegsgefangener im zweiten Weltkrieg gelebt hat. Ein Foto aus Brachstedt mit einem Stempel aus Leipzig war alles, was die Familie über die Kriegszeit des Großvaters wusste. Er hatte nie über die Zeit gesprochen. Als Geschichtslehrer Thoralf Merkel in die
Familie einheiratet, beginnt er zu recherchieren. Er stößt an Grenzen und übergibt die Rechereche an zwei Gymnasiastinnen am Stephaneum. Nele und Pauline schlagen die Brücke nach Brachstedt, fragen nach und werden fündig. Hier erinnern sich Einwohner an die Franzosen als Kriegsgefangene. Die Enkel des Franzosen wollen sehen, wo ihr Großvater gelebt hat.
Ortsbürgermeister Heiko Rebsch, Torsten Laut von der Archivgruppe des Heimatvereins und Marianna Kruczynski vom Ortschaftsrat und weitere Mitglieder führen die Gäste durch den
Ort - zum Rittergut, wo der Großvater arbeiten musste, zur Kirche und auf ein Feld an den Westenteichen, wo Einwohner ihn im zweiten Weltkrieg arbeiten sehen haben.
Zum Abschluss gibt es zwei Überraschungen. Die Abiturientinnen übergeben den Enkeln ihre gebundene Recherchearbeit in französischer Sprache. Und: Steffi Walther, die Betreiberin
der Pension Deutsches Haus, hat in der Fotokiste ihrer Großmutter ein Gruppenbild gefunden. Deutlich zu sehen ist der Großvater der Franzosen. Er war im Deutschen Haus untergebracht. Ein Foto, dass für Tränen sorgte und für die Gewissheit: der Großvater war hier.

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